Winterdepression? Mit Tipps und Apps raus aus dem grauen Stimmungstief

Bye bye Winter-Blues: Wir haben Tipps gegen die Winterdepression.
Bye bye Winter-Blues: Wir haben Tipps gegen die Winterdepression.(© 2019 Getty Images/ filadendron)
Wenn die Sonne sich schon vor einer gefühlten Ewigkeit in den dunklen, nasskalten Winter verabschiedet hat und auch eure Stimmung immer tiefer im Keller kauert, hilft nur eins – den Winter-Blues vertreiben. Mit unseren Tipps gebt ihr der "Winterdepri" keine Chance.

Neues Jahr, neues Glück, viele Vorsätze, Pläne und Reiseziele: Ach, was waren wir euphorisch! Aber nach dem großen Weihnachtszauber und der schillernden Silvesterparty ging es rapide bergab: Rechnungen sowie jede Menge Regen und Kälte: Und die führen uns nicht nur ordentlich aufs Glatteis, sondern auch in ein winterliches Stimmungstief. Kein Wunder, es musste so kommen und es liegt nicht an einem selbst. Zumindest besagt das eine neue Formel, die den 24. Januar zum deprimierendsten Tag des Jahres ernennt. Und ob es danach direkt besser wird, bleibt abzuwarten...

Warum sind wir gerade jetzt so anfällig? Sechs Miesmacher-Faktoren kommen zusammen

Deutschlandfunk Nova hat die aktuellen Miesmacher-Faktoren vorgestellt, die laut des britischen Psychologen Cliff Arnall in ihrer geballten Fülle Ende Januar den Gipfel erreichen:

  1. Schlechtes Wetter und fehlendes Tageslicht.
  2. Die Schulden nach der Weihnachtszeit plus Rechnungen, die im Januar herein flattern wie etwa Versicherungen, Kfz-Steuer und so weiter.
  3. Die Zeit, die seit Weihnachten verstrichen ist und das Fest der Liebe langsam in Vergessenheit geraten lässt.
  4. Resignation, weil wir die guten Vorsätze fürs neue Jahr nicht so einfach umsetzen können, wie gedacht.
  5. Mangelnde Motivation für Sport und für vieles andere führen zu einem untätigen Lümmeln auf der Couch.
  6. Das schlechte Gewissen und die Notwendigkeit, aktiver zu werden, nagen an uns.

Die sagenumwobene Winterdepression gibt es wirklich: Es kann vorkommen, dass man sich insgesamt gerade richtig elend fühlt und zu nichts Lust hat, dauernd müde ist, einem nach Heulen zu Mute ist und man kaum noch Hunger hat oder wenn, dann nur auf Süßes oder Fettiges. "Saisonal-affektive-Störung" wird diese kurzfristige Winterdepression unter Fachleuten genannt und ist damit auch nichts Ungewöhnliches, sie trifft statistisch jeden Fünften. Klingt nach Verkriechen, Winterschlaf halten und erst wieder rauskrabbeln, wenn die Sonne endlich wieder rauskommt? Nix da: Bevor ihr euch in dieser Stimmung einrichtet, ziehen wir euch mit Tipps und Tricks gegen den Winter-Blues symbolisch die Kuscheldecke weg!

Euch ist nur nach verkriechen zumute? Hilfreicher gegen die Winterdepri ist Allerdings Action. Also raus mit euch!(© 2017 Pexels/Pixabay)

Es werde Licht: Mit künstlichem Tageslicht per App-Steuerung

Wen partout kein Lichtstrahl empfängt, der kann auch eine Tageslichtlampe, oder einen Tageslicht-Wecker zu Hilfe nehmen. Bleibt es dunkel, produziert der Körper mehr Melatonin als in hellen Monaten. Das Schlaf-Hormon soll uns eigentlich helfen, abends müde zu werden. Fällt helles Tageslicht auf die Netzhaut der Augen, wird die Melatoninproduktion gestoppt. Daher eignen sich Tageslichtlampen vor allem am Morgen, idealerweise zur selben Zeit für jeweils mindestens 15 Minuten – etwa beim Frühstück. Man muss nicht direkt vor der Lampe kleben und reinblinzeln, es reicht, wenn das Licht aus 50 Zentimetern Entfernung seitlich ins Gesicht scheint und so die Augen erreicht. Und dann heißt es, geduldig sein und ein paar Tage dran bleiben, um einen Effekt im Alltag zu spüren. Die "Beurer TL 100 – 2-in-1 Tageslichtlampe" für aktuell 200 Euro lässt sich auch ganz bequem mittel dazugehöriger App Beurer LightUp ( für Android und iOS) über das Smartphone steuern. So könnt ihr euch eine Routine einstellen und behaltet den Überblick, ob ihr oft und lange genug im Tageslicht badet. Oder ihr lasst euch schon früh vom Tageslicht sanft wecken, auf Wunsch auch mit Radio- oder entspannten Musikklängen, zum Beispiel mit dem "Lichtwecker WL 90" von Beurer zum Kostenpunkt von aktuell 160 Euro.

Beurer bietet viele smarte Lampen und Wecker, die die Stimmung vor allem im Winter aufhellen können.(© 2019 CURVED)

Trainierte Muskeln bauen Stresshormone ab

Auch wenn viele das nicht gerne hören werden: Bewegung hilft fast immer – nicht nur gegen Rückenschmerzen, sondern auch dem Gemüt. Der Grund: Beim Sport werden nicht nur Glückshormone freigesetzt, die kurzzeitig die Stimmung heben, sondern auch ein bestimmtes Protein, das laut einer Studie die Psyche vor Störungen schützt: So gehen Wissenschaftler davon aus, dass trainierte Muskeln eine ähnlich reinigende Funktion im Körper übernehmen, wie etwa die Niere oder Leber. Während letztere Schadstoffe aus dem Organismus transportieren, hilft das Muskel-Protein dabei, Stresshormone – die auch für Depressionen verantwortlich sein können – abzubauen.

Übertreiben sollte man es nicht gleich, sonst droht Übertraining, was genau ins Gegenteil umschlägt und erst recht deprimiert. Regelmäßig ein halbes Stündchen Joggen, Fahrradfahren oder auch nur schnell gehen sind ein guter Anfang. Wenn ihr ein paar Tipps für Ausdauersport im Winter beachtet, kann nichts mehr schief gehen. Und wenn es draußen mal wieder regnet, findet ihr auf YouTube findet tolle, kostenlose Yoga-Kanäle. Falls ihr euch davor bewahren wollt, mit YouTube doch wieder nur zu niedlichen Katzenvideos abzuschweifen – was aber auch nicht verkehrt ist, um die Stimmung zu heben – findet ihr in unserem Yoga-Artikel auch passende Apps zum Recken und Strecken. Wer eine echte Herausforderung sucht, findet vielleicht hier die passende Fitness-App.

Eine Fitness-App kann den Januar im Fitnessstudio überbrücken, wenn es völlig überfüllt ist.(© 2018 Shutterstock / Mooshny)

Flüchtet euch in schönere, sonnige Welten

Produktivität ist jetzt genau das Richtige. Wer schon lange mal entrümpeln oder renovieren wollte, sollte es endlich anpacken. Frische, fröhliche Farben hellen schließlich die Laune auf und Produktivität lenkt nicht nur von Kummer und Sorgen ab, sondern weckt euch aus eurer Lethargie. Denn was kann die Stimmung mehr heben, als das Gefühl, Berge versetzen zu können?

Zur Belohnung könnt ihr euch auch schonmal an die Planung der nächsten Reise machen: Mit den richtigen Tools ist die Urlaubsplanung gar nicht nervig, sondern bringt jede Menge Vorfreude – und die ist bekanntlich die beste. Das perfekte soziale Medium für Reiselustige auf der Suche nach Inspiration ist wohl immer noch Instagram:

Apropos: Wenn es hier blöd ist, müsst ihr eben dahin, wo es schön ist – und sei es nur in eurer Fantasiewelt – zum Beispiel mit Visual Novels. Das sind interaktive Spiel-Bücher, deren Geschichte ihr nicht nur mitlenken könnt, sondern auch spielerisch mitten drin seid. Alternativ könnt ihr euch natürlich auch eines dieser großartigen Hörbücher laden und euch bei einem Spaziergang auch noch etwas Bewegung und frische Luft gönnen.

Die kleinen Dinge des Lebens genießen

Wenn der Winter euch seine hässliche Fratze entgegenstreckt, wendet euch den schönen Dingen des Lebens zu, zum Beispiel gutem Essen in netter Gesellschaft: Veranstaltet doch mal wieder mit Freunden eine Kochsession mit gesunden Gerichten aus aller Welt oder ein lustiges Reste-essen am Sonntag – jeder soll mitbringen, was er zuhause hat, und dann schaut man, was draus werden kann. Oder meldet euch zum nächsten Jumping Dinner in eurer Stadt an: Das ist ein Koch-Event, bei dem man als Team für unbekannte Gäste kocht und dann selbst weiterzieht, zum nächsten Gang bei Fremden. Das ist wirklich aufregend und bringt jede Menge Laune, vor allem auf der gemeinsamen After-Cook-Party für alle Kochteams des Abends. Hauptsache nicht alleine sein, wenn es einem schlecht geht.
Zu den angenehmen Dingen gehört neben gutem Essen natürlich auch noch wohlige Wärme: Was passt jetzt besser als ein Wellness-Tag in der Sauna? Der hilft auch perfekt bei der Regeneration nach dem Sport.

Fazit: Ein kleiner Winter-Blues kann schneller vorüber sein, als die Bikini-Figur kommt

Auch wenn in unserem Artikel mehrfach von "Depression" die Rede war, ist diese hier immer im Zusammenhang mit der Jahreszeit und der Dunkelheit zu betrachten. Unsere Tipps richten sich an Menschen, die kurzzeitig unter Niedergeschlagenheit und Lustlosigkeit leiden oder beidem vorbeugen wollen. Wer aber an einer ernsthaften Depression leidet, muss diese natürlich ernst nehmen und sich auf jeden Fall ärztliche Hilfe suchen.

Auch wenn man darauf jetzt erst Recht keinen Bock hat und es Überwindung kostet: Bei einem kleinen Winter-Blues hingegen kann es schon helfen, raus zu kommen: raus an die frische Luft, raus mit den Laufschuhen, raus unter Menschen. Lasst es euch gut gehen, verwöhnt Körper und Geist und habt Spaß, am besten in Gesellschaft. Ein bisschen digitale Starthilfe gegen den Winter-Blues haben wir euch hier gegeben: Damit geht auch diese Jahreszeit schneller vorbei, als euch und eurem noch nicht vorhandenen Sixpack für die Bikini-Saison lieb ist...


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