Xiaomi Redmi 4 Prime im Test

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Das Xiaomi Redmi 4  Prime
Das Xiaomi Redmi 4 Prime(© 2016 CURVED)

Premium-Einsteiger-Modell oder solide Mittelklasse? Über die Einordnung des Xiaomi Redmi 4 Prime kann man sich streiten, aber nicht darüber, dass es das nächste Smartphone des Herstellers mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis geworden ist.

Anfang November 2016 hat Xiaomi das Redmi 4 und zwei Ableger vorgestellt. Mit dem Redmi 4 Prime hat das Premium-Modell der drei Smartphones den Weg in unsere Redaktion gefunden. Vergleicht man es mit der Ausstattung der anderen zwei Varianten wird schnell klar, dass man ein Mittelklasse-Gerät in der Hand hält und die anderen die Einsteigermodelle sind.

Kleines Display und großes Akku

Das Xiaomi Redmi 4 Prime ist vergleichsweise klein und kompakt. Seine Rückseite aus Metall schmiegt sich angenehm in meine Hand. Es lässt sich gut und sicher greifen und ich kann mit einer Hand einen Großteil des fünf Zoll großen Touchscreens erreichen. Das IPS-Display verfügt über eine Full-HD-Auflösung und überzeugt mit kräftigen Farben, stabilen Blickwinkeln und einer knackig scharfen Darstellung. Mehr geht nicht.

In der schönen Verpackung befindet sich völlig ausreichende Mittelklasse-Hardware. Im Antutu-Benchmark liegen der Snapdragon 625 und die drei Gigabyte Arbeitsspeicher mit rund 61.000 Punkten deutlich hinter den aktuellen Flaggschiffen, die zwischen 140.000 und 150.000 Punkte schaffen, zurück. Aber im Alltag macht sich das nicht störend bemerkbar. Die Nutzeroberfläche läuft flüssig, Apps starten zügig, auch Spiele könnt Ihr zocken.

Der interne Speicher des Xiaomi Redmi 4 Prime ist mit 32 Gigabyte nicht übermäßig groß, aber auch nicht zu knapp bemessen. 24 Gigabyte stehen für Eure Daten zur Verfügung. Bei Bedarf könnt Ihr die Speicherkapazität mit einer microSD-Karte erweitern. Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite arbeitet schnell und zuverlässig, mit dem 4100-mAh-Akku kommt man sehr gut über den Tag. Für einen kompletten zweiten Tag müsst Ihr aber sehr sparsam sein und aufgeladen wird die Batterie noch über Mikro-USB und noch nicht über USB-C.

13 Megapixel und MIUI 8

Das Redmi 4 Prime ist mit einer 13-Megapixel-Kamera ausgestattet, die über einen Phase-Detection-Autofokus verfügt. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Schöne, kräftige Farben, viele Details, ordentlicher Umgang mit starken Kontrasten und ein HDR-Modus, den man guten Gewissens einschalten kann. Panorama-Aufnahmen setzt die Software nahezu nahtlos zusammen. Auch bei wenig Licht bleiben die Fotos trotz unvermeidbarem Bildrauschen vorzeigbar. Die Frontkamera mit einer Auflösung von fünf Megapixeln kann da nicht ganz mithalten. Sie liefert aber immer noch Selfies, die man verschicken mag.

Xiaomi installiert auf dem Redmi 4 Prime Android Marshmallow und die hauseigene Benutzeroberfläche MIUI 8. Neben einer anderen Optik ergänzt sie Googles Betriebssystem auch um Funktionen, die nicht zur Standard-Ausstattung gehören. So könnt Ihr zum Beispiel mit "Second Space" quasi ein zweites Gerät einrichten oder mit "Dual Apps" Anwendungen kopieren und zweimal installieren. Das ist bei Apps hilfreich, die jeweils nur die Anmeldung mit einem Nutzerkonto erlauben.

Auf unserem Testgerät war die chinesische Version der MIUI installiert. Dort stören einige Apps, die man nicht deinstallieren kann. Außerdem ist Englisch dort die einzige nicht asiatische Sprache. Achtet deswegen beim Kauf im Importshop Eures Vertrauens darauf, dass Ihr die internationale ROM auswählt in der auch eine deutsche Übersetzung vorhanden ist. Dort sind dann auch der Play Store und die Google-Dienste enthalten.

Fazit: Braucht man überhaupt mehr?

Das Xiaomi Redmi 4 Prime ist ideal für alle, die ein kleines Smartphone suchen und für vergleichsweise wenig Geld gute Hardware bekommen wollen – und nicht die aktuell besten Bauteile. Schönes Metallgehäuse, schickes Display, gute Kamera, ausreichend schnelle Hardware und genug Speicherplatz. Alles, was ein Smartphone braucht. Mir gefällt es sogar deutlich besser als das ähnlich ausgestattete Asus Zenfone 3, das aber doppelt so viel kostet.

In Deutschland ist das Redmi 4 Prime nicht regulär erhältlich. Ihr könnt es aber bei Importshops wie dem CECT-Shop, der uns freundlicherweise das Testgerät zur Verfügung gestellt hat, bestellen. Dort kostet es momentan 170 Euro.

Die Fotos in Originalauflösung findet Ihr bei Google Drive.

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