OnePlus 6T McLaren Edition im Test: Das bringt der Speed-Bonus

Das OnePlus 6T McLaren Edition mit eigenem Design und mehr Power beim Laden und beim Arbeitsspeicher.
Das OnePlus 6T McLaren Edition mit eigenem Design und mehr Power beim Laden und beim Arbeitsspeicher.(© 2018 CURVED)

Mit dem OnePlus 6T McLaren Edition haben der Smartphone- und der Autohersteller zusammen ein Smartphone entwickelt, das beim Design Akzente setzen und in einigen Punkten deutlich schneller als die Standard-Version des Smartphones sein soll. Das haben wir im Test ausprobiert.

Papaya Orange und Karbonfasern setzten beim Design des OnePlus 6T McLaren Edition die Akzente. Für höhere Geschwindigkeit sollen mehr Arbeitsspeicher und eine neue Schnellladetchnik sorgen.

Dezente Akzente

Im Vergleich mit der roten Version des OnePlus 6 oder dem OnePlus 6T in Thunder Purple ist das Design der McLaren Edition dezent. Die schwarze Rückseite aus Glas wird nur am unteren Rand von einem Streifen in Papaya Orange, der sich an den Seiten nach oben zieht, eingefasst. Die Farbe ist eine Erinnerung an die McLaren-Rennwagen aus den 1970er Jahren.

Noch dezenter versteckt ist das Karbon. Das stabile und leichte Material, aus dem heute Formel-1-Autos zu einem Großteil bestehen und das McLaren auch bei seinen Serienwagen ausgiebig verwendet, scheint im oberen mittleren Bereich der Rückseite durch das Glas hindurch.

Mir persönlich sind beide Designelemente allerdings zu dezent, um einen großen Unterschied zum herkömmlichen schwarzen OnePlus 6T auszumachen. Mehr Orange oder Karbon statt Glas für die Rückseite wären wirkliche Hingucker gewesen. Bei seinen ersten beiden Smartphones hat OnePlus mit der Sandstone-Rückseite bewiesen, dass ungewöhnliche Material sehr gut sein können. So bleibt nur das OnePlus 6T McLaren Edition in die mitgelieferte Karbon-Hülle zu packen. Da ist auch noch der McLaren-Schriftzug, falls der jemanden wichtig ist.

Nicht unerwähnt bleiben sollten hier die optischen Anpassungen an der Nutzeroberfläche. Hier gibt es neue Hintergrundbilder und die Schnelleinstellungen und die Einstellungen sind weiß und grau, bzw. schwarz sondern schwarz, orange und weiß. Es wirkt ein wenig wie eine Farbumkehr oder ein Dark-Mode.

Schneller Akku laden mit Warp Charge

In 20 Minuten genug Energie für einen Tag – so lautet das Versprechen mit dem OnePlus die neue Schnellladetechnik Warp Charge des OnePlus 6T McLaren Edition bewirbt. Das haben wir mit einem komplett entladenen Smartphone sowie einer Stoppuhr überprüft und zum Vergleich noch ein herkömmliches OnePlus 6T mit seinem Ladegerät parallel von Null aufgeladen.

Nach 20 Minuten war der Akku des OnePlus 6T McLaren Edition zu 47 Prozent geladen. Das ist ordentlich schnell. Das "normale" 6T schafft in dieser Zeit nur 35 Prozent. Ob aber die 47 Prozent für einen ganzen Tag reichen, ist eine andere Frage, die meistens mit "Nein" zu beantworten ist. Nach 45 Minuten war der Akku mit 90 Prozent dann eher für den Tag bereit und hatte sich nach einer Stunde zu 99 Prozent aufgeladen. Das OnePlus 6T mit Dash Charge hing im Vergleich bis zu 16 Prozent hinterher, nach 60 Minuten waren es zehn Prozent. Sprich: Die McLaren Edition ist mit Warp Charge wirklich schneller, aber der große Durchbruch ist es nicht.

  • 5 Min.: 12% (6T: 9%)
  • 10 Min.: 24% (6T: 17%)
  • 15 Min.: 36% (6T: 26%)
  • 20 Min.: 47% (6T: 35%)
  • 25 Min.: 58% (6T: 43%)
  • 30 Min.: 67% (6T: 51%)
  • 35 Min.: 76% (6T: 60%)
  • 40 Min.: 84% (6T: 68%)
  • 45 Min.: 90% (6T: 75%)
  • 50 Min.: 94% (6T: 81%)
  • 55 Min.: 97% (6T: 85%)
  • 60 Min.: 99% (6T: 89%)

Mehr Arbeitsspeicher

Das OnePlus 6T McLaren Edition ist dem Hersteller zufolge das erste Smartphone, dass auf der ganzen Welt über 10 Gigabyte Arbeitsspeicher verfügt. Bei anderen Geräten sei dies nur bei Modellen für bestimmte Märkte der Fall gewesen. Unser Vergleich mit dem herkömmlichen OnePlus 6T mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher zeigte allerdings, dass die 2 Gigabyte mehr keinen Unterschied machen. Wir haben keine App und kein Nutzungsszenario gefunden, bei dem ein Unterschied in der Leistung spürbar wären.

Selbst bei Benchmark-Tests macht sich der größere Arbeitsspeicher nicht in den Ergebnissen bemerkbar. Da lag die McLaren Edition mit der herkömmlichen Ausführung des 6T mit acht Gigabyte gleichauf. Die geringen Unterschiede bewegen sich im Rahmen von üblichen Schwankungen bei den Tests.

  • Antutu: 298105 Punkte (6T: 298178)
  • Geekbench: 2438 / 9038 Punkte (6T: 2416 / 9062)

Damit hätten wir alle Unterschiede zwischen dem OnePlus 6T und dem OnePlus 6T McLaren Edition behandelt. Deswegen verweise ich bei weiteren Fragen zum Display, zur Bildqualität der Dualkamera oder dem Fingerabdrucksensor im Display und vielen anderen Dingen auf unseren Test des 6T:

Fazit

Genau wie das OnePlus 6T ist das OnePlus 6T McLaren Edition ein sehr gutes Smartphone. Allerdings bietet mir die limitierte Ausgabe zu wenig, um den Aufpreis für sie zu zahlen. Das Design ist mir zu dezent, da fällt die "Thunder Purple"-Variante mehr auf. Der zusätzliche Arbeitsspeicher bleibt ohne spürbare Auswirkungen, so dass am Ende nur das etwas höhere Tempo beim Aufladen des Akkus bleibt.

Die unverbindliche Preisempfehlung für das OnePlus 6T McLaren Edition liegt bei 699 Euro. Zum Vergleich: Das herkömmliche OnePlus 6T kostet mit 256 Gigabyte internen Speicher und acht Gigabyte Arbeitsspeicher 629 Euro. Die günstigste Variante mit 128 Gigabyte internem Speicher und sechs Gigabyte Arbeitsspeicher bekommt ihr schon für 549 Euro.

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