Wie im Film: Smartphone-Prototyp soll sich selbst zerstören können

Polymer-Schicht dehnt sich aus: Dieses Experiment zeigt das Prinzip hinter dem Smartphone mit Selbstzerstörung
Polymer-Schicht dehnt sich aus: Dieses Experiment zeigt das Prinzip hinter dem Smartphone mit Selbstzerstörung(© 2017 IEEE/KAUST)

Agenten aufgepasst: Schon bald könnten die ersten Smartphones produziert werden, die über einen Selbstzerstörungs-Modus verfügen. Mit einem Augenzwinkern ließe sich zwar sagen, dass Samsung ein solches Gerät mit dem Galaxy Note 7 bereits kurzzeitig auf den Markt gebracht hat, doch in diesem Fall meinen wir eine geplante und absichtliche Selbstzerstörung.

Die entsprechende Technologie soll von Forschern der "King Abdullah University of Science and Technology" aus Saudi Arabien stammen, wie IEEE Spectrum berichtet. Die Experten haben eine Methode entwickelt, die den Chip von einem Smartphone innerhalb weniger Sekunden zerstört. Ermöglicht werde dies durch eine integrierte Polymerschicht, die sich drastisch ausdehnt und den Silikon-Chip des Gerätes zersetzt, sobald eine Temperatur von ungefähr 80 Grad erreicht wird. Dies kann zum Beispiel durch ein elektrisches Signal ausgelöst werden.

"Plopp" statt "Bumm"

Alle Hobby-Geheimagenten müssen wir an dieser Stelle enttäuschen: Das Smartphone explodiert nicht in einem spektakulären Feuerinferno oder reißt etwa ein ganzes Gebäude mit einer Explosions-Druckwelle nieder. Das selbstzerstörende Gadget beendet sein eigenes Dasein eher ruhig und diskret. "Mission Impossible" und Co. sind eben nur Filme. Allerdings muss sich der Besitzer nicht unbedingt in unmittelbarer Nähe zum Auslösen befinden.

Es sei bereits erfolgreich getestet worden, die Zerstörung an bestimmte Bedingungen zu knüpfen, wie etwa das Verlassen eines bestimmten Bereiches – ermittelt über das im Smartphone verbaute GPS-Modul. Auch eine App zur "Fernzündung" soll funktionieren. Was tatsächlich nach einer Filmrequisite klingt, kann in der Praxis ein nützliches Smartphone für Personen sein, die mit sensiblen Daten zu tun haben. Wie etwa Politiker oder Sicherheitsunternehmen – und eben auch echte Geheimagenten.


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