Smartphone-Trends 2019: Darauf können wir uns freuen

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2019 kommen neue Smartphones.
2019 kommen neue Smartphones.(© 2018 Getty Images/Westend61)

Faltbare Smartphones, Fingerabdrucksensoren im Display, 5G und vieles mehr: 2019 hält viele Neuerungen bei Smartphones bereit – und auch jenseits der Top-Modelle tut sich was.

Ziemlich klar ist, dass 2019 ein Samsung Galaxy S10, ein Galaxy Note 10, ein OnePlus 7, ein Huawei P30 sowie ein Mate 30 – jeweils inklusive Plus-, Lite- oder Pro-Varianten – und weitere Nachfolger bekannter Modelle erscheinen werden. Auch ein neues iPhone wird es nächstes Jahr geben – hier dürfte es aber spannend werden, wie Apple nach dem Xs und Xr mit der Vergabe der Namen verfährt. Wir wollen hier aber gar nicht auf einzelne Modelle und bereits spekulierte Details bei der Ausstattung eingehen, sondern uns mit größeren Trends und langfristigen Entwicklungen beschäftigen.

Gefaltet oder gelocht: Die neuen Displays

Für 2019 lassen sich zwei Trends bei Smartphone-Displays ausmachen: Faltbare Bildschirme und Touchscreens mit einen Loch für die Frontkamera. Beide sind Ergebnis des Wunsches, den Platz für das Display möglichst auszureizen, aber die Geräte nicht zu groß werden zu lassen.

Samsung hat sein erstes Smartphone mit faltbarem Display zwar bereits Ende November 2018 gezeigt – aber nur kurz und noch durfte es niemand außerhalb des Konzerns anfassen. Das Lebenszeichen bewies jedoch, dass es Samsung mit dem Falt-Smartphone ernst meint und dass das Versprechen, es 2019 auf den Markt zu bringen, kein leeres ist. Samsung wird sicherlich nicht lange alleine bleiben. Auch andere Hersteller werden Mobiltelefone mit faltbaren Displays herausbringen, zum Beispiel der Display-Hersteller Royole mit dem FlexPai. Allerdings müssen sich die Geräte noch im Alltag beweisen. Die Hersteller werden sicherlich bei ihren Erstlingen nicht fehlerfrei durchkommen, so dass die erste Generation sicherlich noch Luft nach oben haben wird.

2018 kamen nur wenige Smartphones ohne Notch aus. Durch die Aussparung am oberen Rand des Bildschirms, in dem sich die Frontkamera und teilweise auch der Telefonhörer befinden, sollen die Displays größer werden. Wie sinnvoll und hübsch das am Ende ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. Als Alternative erblickt Ende 2018 / Anfang 2019 das sogenannte "Hole Punch"-Display das Licht der Welt, zu sehen etwa  Huawei Nova 4 oder dem Samsung Galaxy A8s. Aber ob es wirklich besser ist, die Notch nicht mehr direkt am Rand, sondern etwas ins Display verrückt zu haben? Unabhängig von der Antwort, werden einige Hersteller 2019 damit experimentieren.

Fingerabdrucksensor im Display statt Gesichtserkennung

Dem Trend zu randlosen Displays ist der Fingerabdrucksensor auf der Vorderseite zum Opfer gefallen. Stattdessen entsperrt man Smartphones zuletzt über den Sensor auf der Rückseite oder vertraut bei immer mehr Modellen auf eine Gesichtserkennung. Die ist unter Android bisher aber noch nicht so sicher, wie Face ID beim iPhone. Mehr Sicherheit verspricht hier immer noch der Fingerabdruck – und der kehrt 2019 auf die Vorderseite zurück. Mit dem Huawei Mate 20 Pro und dem OnePlus 6T sind bereits 2018 die ersten Smartphones erschienen, bei denen man den Fingern zum Entsperren auf den Touchscreen legt. Noch ist die Technik nicht ganz perfekt, bzw. lernt noch dazu. Aber das ist noch lange kein Grund, dass 2019 zahlreiche Smartphones mit Fingerabdrucksensor im Display erscheinen werden.

Bessere Fotos mit günstigeren Smartphones

2018 war die teilweise deutlich verbesserte Bildqualität eindeutig ein Highlight unter den Smartphones. Aber egal ob Apple, Google oder Huawei: die neue Kamera-Software, bei der gerne auch eine künstliche Intelligenz (KI) mitmischt, gab es nur für die Top-Smartphones. Das dürfte sich 2019 ändern. Es ist quasi ein natürlicher Zyklus, dass coole neue Funktionen zuerst nur bei den teuren Modellen verfügbar sind, mit der Zeit dann aber auch in günstigen Smartphones zu finden sind. Dualkameras, Fingerabdrucksensoren oder ein USB-C-Anschluss sind nur wenige Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit.

Software sorgt beim Pixel 3 für beeindruckende Aufnahme bei Dunkelheit.(© 2018 CURVED)

2019 dürfte dies dann für die Kamera-Software gelten, die mit Hilfe von KI und Hardware, die nicht nur bei den Top-Smartphones leistungsfähiger wird, bei wenig Licht mit längeren Belichtungszeiten Fotos zusammenstellt, die beeindruckend hell und qualitativ vorzeigbar sind.

5G hat noch Zeit

2019 werden die ersten Smartphones über 5G-Module verfügen. Allein schon weil der neue Qualcomm-Prozessor, der Snapdragon 855, 5G-Netzwerke unterstützt und sicherlich in vielen Top-Smartphones stecken wird. Allerdings spielt dieses Ausstattungsmerkmal in Deutschland noch keine Rolle. Erst im Frühjahr 2019 plant die Bundesnetzagentur die Versteigerung der entsprechenden Frequenzen. Ab 2020 sollen der neue Mobilfunkstandard dann hierzulande nutzbar sein. Sprich: Es ist 2019 noch nicht notwendig ein 5G-Smartphone zu kaufen, es schadet aber auch nicht die Technologie bereits an Bord zu haben, wenn man sein Handy zwei, drei Jahre lang nutzen will.


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