PlayStation VR: Sony glaubt an große Zukunft von Virtual Reality

Kleiner, besser, schneller: PlayStation VR könnte sich in den kommenden Jahren stark verändern
Kleiner, besser, schneller: PlayStation VR könnte sich in den kommenden Jahren stark verändern(© 2016 Sony)

PlayStation VR steckt offenbar noch in den Kinderschuhen: Sony zufolge erwarten uns in den kommenden Jahren viele Neuerungen bei der VR-Technologie. Das Unternehmen nennt dafür einen Vergleich, der durchaus passend sein könnte.

In einem Interview mit Game Informer hat Shawn Layden, Chef der Sony Interactive Entertainment Worldwide Studios, über die Zukunft von PlayStation VR gesprochen. Ihm zufolge hat sich die Technologie für Games in den letzten 10 Jahren bereits stark weiterentwickelt. Und er glaubt, dass sich diese Entwicklung auch so fortsetzen wird. Das gilt offenbar auch für das Virtual-Reality-Headset.

Kurs noch unbekannt

Die aktuell verfügbare PlayStation VR für die PS4 ist erst Version 1.0 der Technologie. Allerdings sei es ein Problem, dass die Nutzer einen anderen Blick auf diesen ersten Schritt haben. Heutzutage ist es wohl eher üblich zu fragen, ob und wann eine kompaktere und bessere Version von dieser neuen Technologie erscheint – anstatt den Ist-Status zu akzeptieren. Es gebe einfach schon große Erwartungen, selbst wenn etwas noch so neu wie Virtual Reality ist.

Shawn Layden rechnet zwar mit dramatischen Entwicklungen für PS VR in den kommenden Jahren, doch er kann noch nicht vorhersagen, welche das sein werden. Als Beispiel hierfür nennt er mobile Geräte: Wer nur ein altes Nokia 3310 und ein aktuelles Top-Smartphone in die Hand bekommt, kann wohl nicht sagen, wie sich das eine Gerät zu dem anderen weiterentwickelt hat. Hierfür waren viele Schritte über Jahre nötig, damit ein Mobiltelefon mit kleinem Schwarz-Weiß-Display und vielen Tasten zu einem Hosentaschencomputer mit mehreren Kameras und Touch-Screen wird.

Ein Blick auf alte Handys wie das Nokia 3310 zeigt bereits, dass Technologie-Entwicklung nicht immer vorhersehbar ist(© 2017 CURVED)

Fortschritte Schrittweise

Klar ist also: Für PlayStation VR in der Version 5.0 muss erst Version 4.0, 3.0 und 2.0 erscheinen. Vorher wissen die Entwickler selbst noch nicht, in welche Richtung sich die Technologie entwickeln wird.

Womöglich hat die VR-Brille der Zukunft sogar gar kein klassisches Display mehr und projiziert das Bild direkt auf unsere Augen? Mit der Lichtfeld-Technologie könnten die Entwickler zumindest eine der Ursachen für Übelkeit aus dem Weg räumen, da wir so 3D-Objekte besser fokussieren könnten. Bleibt nur noch abzuwarten, ob die Technik diesen Weg in einigen Jahren auch einschlagen wird. Unternehmen wie Magic Leap arbeiten bereits daran.

VR-Spiele entwickeln sich weiter

Offenbar ist sich Sony darüber im Klaren, dass sich die VR-Spiele selbst noch weiterentwickeln müssen. Ein Blick auf den aktuellen Markt zeigt uns, dass viele Titel eher Mini-Spiele oder Grafik-Demos sind. Ausnahmen gibt es aber auch, wie "Resident Evil 7" und "Skyrim VR" zeigen. Das ist aber wohl nicht die Art VR-Games, die Sony anpeilt.

Laut Shawn Layden hat Sony bei VR-Spielen erst den richtigen Pfad gewählt, wenn der Titel ausschließlich in der virtuellen Realität spielbar ist. Womöglich erwartet uns in den kommenden Jahren also eine ganz neue Art von Games. PlayStation VR ist laut Sony die größte VR-Plattform – gut möglich also, dass wir hier zuerst neue Spielkonzepte sehen werden.

"Resident Evil 7" ist eines der wenigen vollwertigen VR-Spiele(© 2017 Capcom)

Die Erfahrungen, die Sony-Entwickler mit PlayStation VR sammeln, dürften letztendlich nicht nur für Spieler interessant sein. Von Game-Designern können Regisseure lernen, wie sie den Blick von Zuschauern in VR auf eine bestimmte Sachen lenken können. Spiele helfen demnach auch bei der Kreation von Virtual-Reality-Filmen und -Serien. Ein VR-Clip aus dem "Breaking Bad"-Universum sei bei Sony bereits in Arbeit.

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