Netflix äußert sich zur Oscar-Kritik

Netflix: "Roma" spaltet die Filmbranche
Netflix: "Roma" spaltet die Filmbranche(© 2018 Netflix/Alfonso Cuarón)

Nachdem die Oscar-Jury Netflix in mehreren Kategorien berücksichtigt und der Streaming-Dienst einige Preise abgeräumt hatte, hagelte es Kritik aus der Filmbranche. Dazu äußerte sich das Unternehmen nun auf Twitter.

In dem Tweet unter diesem Artikel schreibt Netflix: "Wir lieben das Kino. Hier sind andere Dinge, die wir ebenfalls lieben: Zugang [zu Filmen] für Leute, die sich [Kinokarten] nicht ständig leisten können oder in Städten ohne Kino leben. Jeden überall [und] zur selben Zeit Filmpremieren genießen lassen. Filmemachern mehr Möglichkeiten bieten, [ihre] Kunst zu teilen. [All] diese Dinge schließen sich nicht gegenseitig aus."

"Roma" sorgt für Kontroverse

Mit dem Tweet reagierte Netflix auf die Kritiker, zu denen unter anderem auch Steven Spielberg zählt. Der Star-Regisseur sagte in einem Interview, er glaube nicht, dass  Filme, die nur in einer Handvoll Kinos und nur für kurze Zeit laufen, sich für die Oscars qualifizieren sollten. Damit spielte er auf den Netflix-Film "Roma" an, der zehn Nominierungen und drei Preise der Academy eingeheimst hat.

Um die Voraussetzungen der Academy zu erfüllen, zeigte Netflix "Roma" vorübergehend in ausgewählten Kinos. Laut Mashable muss ein Film sieben Tage am Stück und dreimal täglich in Los Angeles laufen, um von der Academy berücksichtigt zu werden. Missfallen habe Vielen in der Branche, dass der Streaming-Anbieter dabei auf sogenanntes "Four-Walling" setzte.

Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass die Filmproduzenten ein Kino mieten, um darin den eigenen Film vorführen zu dürfen. Ein Nebeneffekt davon ist, dass es sich dadurch vermeiden lässt, möglicherweise unbefriedigende Einspielergebnisse veröffentlichen zu müssen.


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