Montblanc baut jetzt auch eine unverschämt teure Android-Smartwatch

Bahnt sich da ein Kampf der Luxus-Uhrenhersteller im Smartwatch-Segment an? Mit der Montblanc "Summit" hat nun auch das aus Hamburg stammende Unternehmen, das besonders für seine Schreibgeräte und Uhren bekannt ist, ein neues Luxus-Wearable auf den Markt gebracht – und das nur wenige Tage nach der Präsentation der ähnlich kostspieligen Connected Modular 45 von TAG Heuer.

Wie groß ist der Markt für Luxus-Smartwatches mit einem Kostenpunkt in der Größenordnung eines iPhone 7 Plus mit 128 GB Speicher? Wer ein solches Wearable sucht, hat, wie The Verge berichtet, jedenfalls nun noch mehr Auswahl. Die Entscheidung darüber, welche Smartwatch es am Ende sein soll, ist dabei wohl am ehesten vom Geschmack des Trägers abhängig, denn die TAG Heuer Connected Modular 45 und die neue Montblanc Summit ähneln sich in einigen Punkten.

Hochwertige Materialien und Verarbeitung

Wer eine Uhr von TAG Heuer oder Montblanc kauft, der erwartet Luxus und meisterhafte Verarbeitung. Diese Aspekte treffen vermutlich auch auf beide neue Luxus-Smartwatches der Edel-Hersteller zu. Die frisch angekündigte Summit ist passend dazu auch in mehreren Ausführungen erhältlich, die sich in Design und verwendeten Materialien unterscheiden: Zur Auswahl stehen Gehäuse aus Edelstahl, schwarzem Edelstahl, einer Kombination der beiden Farben und ein noch etwas hochpreisigeres Modell aus Titan.

Natürlich gibt es auch passende Armbänder: Das günstigste Modell ist hier aus Kalbsleder gefertigt, während ein Band aus Kautschuk dem mittleren Preissegment entspricht. Am Ende der Preisliste wäre dann noch das Modell aus braunem Alligator-Leder zu finden. Die Armbänder kosten zwischen 100 und 250 Dollar. Die Uhr selbst kostet in der günstigsten Ausführung 890 Dollar und in der teuersten Variante 1070 Dollar. Insgesamt ist die Montblanc Summit also nicht ganz so hochpreisig wie die TAG Heuer Connected Modular 45, die erst bei 1600 Dollar beginnt, aber dafür auch einen späteren Austausch des smarten Innenlebens gegen ein traditionelles mechanisches Uhrwerk erlaubt.

Android Wear-Standard im Innern

Wie im Luxus-Modell von TAG Heuer steckt auch im Innern der Montblanc Summit ein eher übliches Android Wear 2.0-Wearable: Die Smartwatch lässt sich per Bluetooth mit Smartphones und anderen Gadgets koppeln, die lässt sich mit einem WLAN verbinden und der Akku soll einen Tag durchhalten. 512 MB RAM und 4 GB interner Speicher bilden mit einem Snapdragon Wear 2100-Prozessor den Antrieb. Geladen wird die Smartwatch über einen microUSB-Port und ein Lade-Dock. LTE, GPS oder NFC unterstützt die Uhr nicht, dafür ist sie aber nach IP68 gegen das Eindringen von Staub und Wasser geschützt. Mit einer Dicke von 12,5 Millimetern ist sie etwas dünner als eine Gear S3 von Samsung und noch etwas dünner als das Konkurrenzmodell von TAG Heuer.


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