"Fortnite": So wurde das Battle-Royale-Spiel zum kulturellen Phänomen

Der Höhenflug von "Fortnite" ist beeindruckend
Der Höhenflug von "Fortnite" ist beeindruckend(© 2018 Nintendo)

"Fortnite" ist seit geraumer Zeit allgegenwärtig. Selbst wer den Titel nicht spielt, wird regelmäßig damit konfrontiert. In der Vergangenheit gab es zwar auch viele andere enorm erfolgreiche Spiele, doch der Siegeszug des Battle-Royale-Hits hat ein ganz anderes Niveau erreicht.

Ein Grund für den Erfolg von "Fortnite" ist laut The Ringer das von Epic Games gewählte Geschäftsmodell.  Nachdem das Unternehmen mit den Vollpreis-Titeln der "Gears of Wars"-Reihe nur wenig Profit machte, hat es bei "Fortnite: Battle Royale" einen anderen Ansatz gewählt: Das Spiel selbst ist kostenlos und finanziert sich über Mikrotransaktionen.

"PUBG" als Vorbild

Die Battle-Royale-Variante kam allerdings erst später als die ursprüngliche, kostenpflichtige "Save the World"-Version. Als Inspiration dafür diente "PUBG". Epic Games soll nur zwei Monate benötigt haben, um den Battle-Royale-Modus auf die Beine zu stellen. Direkt am ersten Tag konnte er eine Million Nutzer für sich gewinnen, innerhalb der ersten zwei Wochen 10 Millionen Spieler.

Der Unterschied zu "Pokémon GO"

Der Erfolg ist allerdings nicht allein wegen der hohen Spieleranzahl so groß. Hier konnten immerhin einige andere Titel in der Vergangenheit noch beeindruckendere Zahlen vorweisen. "Fortnite" sei es aber gelungen, ähnlich wie "Pokémon GO" zu einem kulturellen Phänomen zu werden.

Anders als Ninatic hat es Epic Games geschafft, das Interesse an seinem Spiel konstant hochzuhalten, während die Google-Suchanfragen für "Pokémon GO" nach einigen Monaten bereits stark zurückgingen.

Neue Inhalte und Community-Management

Das hohe Interesse liegt anscheinend daran, dass Epic Games seine Spieler gut kennt. Das Unternehmen soll sich intensiv mit den "Fortnite"-Fans befassen und schnell auf deren Wünsche eingehen. Zudem unterstützt Epic wohl populäre Streamer. Die konstant kommenden neue Inhalte und Story-Elemente haben offenbar ebenso zum Erfolg beigetragen. Zusätzlich soll das Belohnungssystem gut genug sein, um Spieler bei der Stange zu halten.

Prominente Unterstützung

Den Mainstream hat "Fortnite" allerdings auf organische Weise erobert. Dazu habe die Unterstützung zahlreicher Promis maßgeblich beigetragen, die den Titel in ihrer Freizeit zocken. Musik-Größen wie Drake, Schauspieler wie Finn Wolfhard ("Stranger Things") oder Fußball-Stars wie Harry Kane promoten das Battle-Royale-Spiel. Fußballspieler Antoine Griezmann jubelte sogar im WM-Finale im "Fortnite"-Stil. Auch wer mit Spielen kaum etwas zu tun hat, dürfte also höchstwahrscheinlich von dem Battle-Royale-Titel gehört haben – "Fortnite" taucht in den verschiedenen Medien immer wieder auf.

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