Apple Music vs. Tidal: Jay Z's Streamingdienst ätzt gegen Apple

Peinlich !21
Drake ist vertraglich zwar mit Apple Music verbunden, aber laut Manager nicht ausschließlich
Drake ist vertraglich zwar mit Apple Music verbunden, aber laut Manager nicht ausschließlich(© 2015 Apple)

Angeblich hat Apple mit einer Millionenklage gedroht, weil Streaming-Konkurrent Tidal den Auftritt von Apple-Music-Star Drake auf einem Benefizkonzert live übertragen wollte. Tidal unterbrach daraufhin das Programm mit dem Hinweis, dass Apple seinen Künstlern das Streamen nicht erlaube. Drakes Manager dementiert derartige Berichte mittlerweile, während Tidal weiterhin auf seiner Version beharrt.

Ein Auftritt für einen guten Zweck sollte es werden, den Drake im Rahmen des Lil Wayne’s Lil WeezyAna Fest in New Orleans geplant hatte. Apple-Music-Konkurrent Tidal hatte das Ereignis ins Netz gestreamt, was Apple angeblich nicht gefiel. Als Drake die Bühne betrat, unterbrach das Unternehmen die Übertragung und lieferte den Grund per Tweet: "Apple mischt sich in die Kunst ein und erlaubt diesem Künstler nicht zu streamen. Sorry für die Unannehmlichkeiten von Big Brother", so der spöttische Wortlaut.

Tidal will angeblich Beweis-E-Mails besitzen

Apple habe angeblich mit einer Klage über 20 Millionen Dollar gedroht. Doch Drakes Manager Future the Prince widerspricht dieser Darstellung gegenüber Buzzfeed: "Die Entscheidung, Drake nicht am Livestream teilnehmen zu lassen, hat nichts mit Apple oder Drakes Vertrag zu tun". Apple habe gar nicht die rechtliche Handhabe; die liege allein bei den Labels Universal und Cash Money.

Die Entscheidung habe er selbst vielmehr einvernehmlich mit Drake gefällt, weil man bei der Übertragung per Stream zu wenig Einflussnahme auf die Präsentation habe und daher ein Imageschaden drohen könnte. Tidal behauptet unterdessen, mit E-Mails nachweisen zu können, dass Apple dennoch hinter der ganzen Sache steckt. Gezeigt hat das Unternehmen allerdings noch nichts; eine Stellungnahme von Apple bleibt bislang ebenfalls aus.


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